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Saisonstart und die Zeichen an der Wand

Noch sind es ein paar Tage bis zum Saisonstart 2013 in der AFL und langsam steigt die Spannung, wie die einzelnen Teams aus der Offseason kommen. Natürlich gibt es bereits Transferlisten, Geschichten und Gerüchte. Alle Teams haben hart trainiert, sich mit Schlüsselspielern verstärkt und hoffen nun die Früchte ihrer Arbeit einfahren zu können. AFL Crush will sich der ganzen Chose auf Basis von “Fakten” nähern.

Wer Details lesen möchte sei auf den Artikel auf Football Austria verwiesen, hier aber eine rein numerische Zusammenfassung und der Versuch Trends hinter den Zahlen zu erahnen:

 

Tabelle AFL 2013 Transfers

 

 

 

 

 

 

 

AFC Rangers +16

Die meisten Zugänge können die Rangers aufweisen. Dieser zunächst sehr erfreuliche Umstand wird dadurch relativiert, als es 9 Upgrades aus den Rangers U16 und 13 Rookies sind. Die 2 Spieler von anderen Teams sind ihre Import-Spieler. Dieser Trend ist kein guter. Gerade ein Team am unteren Ende der Liga muss daran arbeiten für die 2. Reihe der Umfeldvereine eine attraktive Adresse zu sein. Ein wesentlicher Punkt dabei ist ein attraktiver Coaching Staff. Sollte das Abenteuer AFL hier 2014 weitergehen, dann könnte man überlegen statt des einen oder anderen Imports einmal einen Top-Coach zu holen. So ließen sich vielleicht unzufriedene Spieler anderer Programme anlocken. Attraktive Trainingsbedingungen sind da jedenfalls ein Schlüssel. 

Laut Angaben beenden nur 2 Spieler ihre Footballkarriere. Diese Zahl ist dann wahrscheinlich doch höher. Ein kleines Programm, dass um den Anschluß kämpft hat sicher noch die eine oder andere Karteileiche im Keller.

Danube Dragons +7

Die Dragons sind auf dem zweiten Platz der Zugänge. Dabei sind hier keine Imports eingerechnet, da diese die gleichen des Vorjahres sind. Die auffälligste Zahl bei den Dragons sind die 9 Spieler anderer Vereine, die den Weg zu ihnen gefunden haben. Im Gegensatz zu den Rangers scheint man das erfolgreiche Auffangbecken für Spieler anderer Teams zu sein.

Von den Topteams der AFL sind die Dragons das einzige Team mit Rookies, was aber wenig verwunderlich ist, da diese bei Raiders, Giants und Vikings eher im Team 2 zu finden sein werden. Kein anderes Team muss so viele Pensionierungen verkraften, wie die Dragons. 15 Spieler beenden ihre Karriere. Der riesige Nachwuchsbereich macht sich mit 7 Upgrades weniger stark bemerkbar, als eigentlich erwartet. Das spricht aber auch durchaus für die Dragons, denen man damit nicht vorwerfen wird können Spieler zu früh in die Kampfmannschaft zu integrieren. 

JCL Giants Graz +6

Die Giants mussten sich oft anhören, dass ihre Nachwuchsarbeit irgendwann die Lücken eines immer älter werdenden Teams nicht mehr füllen können wird. Diese Geschichte wird von den Zahlen nun nicht mehr unterstützt. Die Giants graden sagenhafte 13 Spieler ab. Etwa die Hälfte aus Team 2 und die andere Hälfte aus den Junioren. Das verdient Applaus und macht Hoffnung auf starke Giants Generationen.

Swarco Raiders +3

Die Raiders sehen auf den ersten Blick sehr ausgeglichen aus. In der Liste der Retirements stehen aber wirklich “große Namen”, wie Rinner, Pröller oder Eisenführer. Die werden ganz schwer zu ersetzen sein. Die vielleicht überraschendste Zahl sind die Comebacks. Insgesamt wollen es 8 Spieler noch einmal wissen. Das ist der absolute Spitzenwert der Liga. Damit sind die Raiders schwer einzuschätzen. Die Abgänge wiegen schwer, während die Comebacks eher eine “Überraschungstüte” sind. Combacks sprechen aber sicher für eine positive Dynamik im Team, sonst würde man das nicht mehr machen. Rund um den “Rückzug” der Dieplinger-Brüder war gemunkelt worden, dass die Chemie im Team Probleme haben könnte. Die Zahlen zeigen hier aber eher das Gegenteil. 

Raiffeisen Vikings +1

Die Vikings sind in keiner Kategorie herausragend. Außer bei den Rookies ist man überall auf niedrigem Niveau dabei. Überraschend ist vielleicht die geringe Zahl an Upgrades. Dinge wie die erste österreichsiche Ballsportakademie haben da noch keinen Abdruck hinterlassen, wobei man auch sehen muss, dass die Vikings II Mannschaft ein Teil der Pipeline für junge Spieler ist. 

Die 3 Abgänge enthalten 2 Imports, die nicht mehr spielen (also eigentlich als retired gezählt werden müssten), genauso wie die 3 Zugänge von anderen Teams wieder 2 Imports enthalten. Hier scheint das Team des Vorjahres mit der Ausnahme der Imports gleich zu bleiben, was für einen regierenden Staatsmeister in der Regel gute Nachrichten sind. Wenig neues im Osten also.

Prague Black Panthers ???

Keine Daten aus Prag.

Gesamt AFL

Erfreulich ist die im Vergleich zu anderen Ländern sehr moderate Anzahl an Wechseln zwischen den Teams. Das ist insbesondere deshalb erfreulich, da einige europäische Ligen bereits eine stattliche Anzahl an Spielern haben, die als Halb- oder ganz-Profis ihr Geld verdienen. Dieser Umstand alleine wäre ja noch nicht bedenklich, sondern im Gegenteil erfreulich, kann man den Spielern doch nur wünschen möglichst professionell trainieren und spielen zu können. Ab einem gewissen Trainingspensum ist ein Profitum auch nicht  zu vermeiden. Leider sind aber oftmals die Teams nicht in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und gehen mit einer gewissen Regelmäßigkeit in Konkurs.

Die österreichischen Regeln legen einem Wechsel gegen Geld ein paar sehr starke “Poison-Pills” in den Weg, die ein Ausspielen der Teams gegeneinander bisher wirksam verhindert haben. Während man den Zweck der Regelung sicher in Zukunft noch öfter diskutieren wird, muss man festhalten, dass die Wirksamkeit der Regel sehr hoch ist.

 

DISCLAIMER: Die im Artikel genannten Zahlen basieren auf Informationen aus den jeweiligen Vereinen. Diese sind mit hoher Wahrscheinlchkeit nicht 100%ig korrekt bzw. vollständig. Die Annahmen wurden rein auf der Basis der veröffentlichten Information getroffen, es gibt keine “Hintergrundinformation” die zusätzlich eingeflossen ist. Insbesondere wurden keine wie auch immer gearteten Daten aus der Spielerdatenbank des AFBÖ verwendet, die diese Daten grundsätzlich zumindest teilweise verifizieren könnte, deren Verwendung aber ein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen darstellen würde.

NFL Crush

Dem geneigten Leser wird nicht entgangen sein, dass dieser Blog nicht sehr aktiv ist. Derzeit werden Einträge im Halbjahres-Abstand veröffentlicht. AFL Crush befindet sich in einer Phase, in der ich es einerseits nicht aufgeben will, es aber zu wenig Aktivität bietet, um in irgendeiner Form relevant zu sein.

Daher freut es mich umso mehr, dass andere Personen – in diesem Fall Walter Reiterer – Initiativen setzen. Als er mich gefragt hat, ob er für ein neues Projekt das Logo von AFL Crush adaptieren darf, habe ich sofort zugestimmt. So bleibt wenigstens ein kleiner Teil von AFL Crush auch weiterhin im Blickfeld.

NewImage

Für die Saison 2013 wird es mit dem ORF jedenfalls keine Neuauflage von AFL Crush geben, da nur mehr Livespiele gemacht werden. Ein Magazin ist bei wesentlich kürzerer Sendungsdauer etwa der gleiche Aufwand. Daher ist die Präferenz des ORF ganz klar bei den Live Spielen. ORF Sport Plus braucht schließlich 24 Stunden Programm und da sind 3h einfach ein Vorteil.

Ich werde mich gelegentlich auf AFL Crush mit einem Blogpost melden. Mein größtes Problem dabei ist meine Tätigkeit für Verband und die Raiffeisen Vikings. Zu vielen Dingen habe ich aus diesen Tätigkeiten Informationen, die ich nicht verwenden darf, da es ein Bruch des Vertrauensverhältnisses wäre. On top gibt es dann auch noch einzelne Themen, wie zB der  EFAF-IFAF-Krise oder dem Verhältnis des AFBÖ zu einzelnen Mitgliedern, zu denen man begebeten wird keine öffentlichen Aussagen zu treffen, um den schiefen Haussegen nicht weiter zu verschlechtern. Im letzten halben Jahr habe ich insgesamt rund 5 Artikel bereits fertig gehabt, bei denen ich mich dann entschieden habe, sie nicht online zu stellen, damit ich niemanden vor den Kopf stoße.

Irgendwann wird die Verbandstätigkeit vorbei sein. Das ist der Zeitpunkt, ab dem kein Post mehr gelöscht wird und ich mir nicht mehr überlegen muss, aus welcher Tätigkeit ich eine Information habe. Darauf freue ich mich bereits und bis dahin wird die Seite auf kleiner Flamme köcheln.

Viel Erfolg an NFL-Crush!

Liebe Grüße

Gregor Murth

 

AFL Crush zieht um

Liebe Leser,

AFL Crush hat in den letzten Monaten praktisch keine Aktivitäten mehr gesetzt und sich hauptsächlich als Archiv des ehemals besten Footballmagazins auf ORF Sport Plus gesehen.

Noch weiß ich nicht genau, was mit der Seite passieren soll und wie es hier insgesamt weitergehen kann. Einerseits würde es mich reizen aus einer internen Sicht der Verbände und meines Vereins, der Raiffeisen Vikings, diverse Geschehnisse im Footballsport zu kommentieren, andererseits bin ich als Person auch sehr tief in all diesen Dingen selbst verhaftet, womit ich immer wieder an einem Interessenskonflikt ankomme, in dem ich mich zwischen interessantem Komentar und guten Beziehungen zu den handelnden Personen abwägen muss.

Es soll die Seite aber weiterhin geben und ich werde auch versuchen wieder mehr Beiträge zu verfassen. Insgesamt wird es in ein Blogformat übergehen, lassen wir uns überraschen, was da noch so daraus wird.

Liebe Grüße

Gregor Murth

2011 im Rückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und so gilt es nochmals das Jahr Revue passieren zu lassen. Das Footballereignis des Jahres war eindeutig die WM. Zwar hat man dort sportlich das Ziel klar verfehlt und sich als Nummer 3 des alten Kontinents wieder einmal hinten angestellt, aber dann zumindest noch Australien geschlagen.

Die WM ist jedenfalls vorbei. Das Gefühl direkt danach war wie zwei Tage nach meinem Uniabschluß. Zuerst arbeitet man jahrelang auf ein Ziel hin und irgendwann ist es nach einem kurzen Höhepunkt in wenigen Tagen oder Stunden vorbei. Der Unterschied bei einem Studium ist aber jedenfalls, dass der Abschluss der Endpunkt eines Weges ist. Das ist die WM für den österreichischen Football eben nicht. Es soll ein disruptives Ereignis sein, dass die verflachenden Zuwächse an Zuschauern und Umfeld zu einem Sprung nach oben bewegt. Das gilt nicht nur für Football sondern ist auch in anderen Sportarten immer wieder zu beobachten. Siehe Handball EM in Österreich, die plötzlich im medialen Fokus gestanden ist.

Betrachtet man das komplette Bild, dann ist der Sprung nach oben ja sogar bereits zuvor passiert. Die Austrian Bowl im Happelstadion war das erste Spiel des WM-Hypes. Den AFBÖ hat das vollkommen unerwartet erwischt. Die Anzahl der Kassen war dem Spardiktat etsprechend auf ein Minimum reduziert und plötzlich stehen Leute bis zur Halbzeit vor den Kassen. Unglaublich geil und peinlich gleichzeitig. Soviele Zuschauer hat bisher noch kein österreichisches Footballspiel gesehen. Ich muss zugeben dass es mich sehr bewegt hat, dass ich anstatt des befürchteten eher leeren Betonovals plötzlich eine unglaubliche Menge an enthusiastischen Fans sehen durfte.

Die sensationelle Kulisse in der Austrian Bowl hat dann auch sehr dazu beigetragen dass der ORF sich hier stark engagiert hat. Originalton eines ebenfalls überraschten Hans Trost (ORF Sportchef): ” Das ist eine super Sache!”. Eine super Sache natürlich auch deswegen, weil der ORF auf ORF Sport Plus Inhalte braucht, bei denen man die Zuschauer zumindest in tausenden messen kann.

Aber das war erst das Vorspiel zu dem was danach kommen sollte. Die Webseite der WM konnte sich an ihren guten Tagen von 600 – 1.000 Besuchern pro Tag auf rund 35.000 Besucher pro Tag verbessern.

Im selben Ausmaß stieg auch das mediale Gesamtinteresse. Selbst in sonst vollkommen Football-Scheuen Medien tauchten plötzlich jede Menge Artikel auf. Eher auch auf den Lifestyle Seiten. Football sieht eben einfach gut aus und auch wenn man gerne mehr im Sportteil ankommen würde, ist eine Fotoserie in Hochglanz vielleicht doch einprägsamer.

Selbst die Neudefinition eines Downturners in Form des Spiels gegen Frankreich konnte den Schwung der WM nicht zum Stillstand bringen.

Nach der WM hat sich die Mehrheit der Österreichischen Teams entgegen der Empfehlungen des AFBÖ Vorstandes dazu entschlossen keine AFL mehr zu spielen. Dabei gab es wirklich interessante Ideen. Die mir persönlich interessanteste war für ein Jahr AFL und Nachwuchsmeisterschaft zu tauschen und die AFL ab August zu spielen. Leider waren die Teams hier nicht Willens sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Meine Interpretation der Dinge ist, dass entweder Lahmheit oder das Schielen auf die eigenen kleinkarierten Vorteile hier jede andere Lösung verhindert hat. Einfach schade.

Wieviel von dem Schwung in eine AFL 2012 mitgenommen werden kann, wird man sehen. Sowohl in Graz, als auch in Wien werden kommende Saison einzelne Spiele in größerem Rahmen abgehalten um zu sehen, ob man hier wieder einen Schritt nach oben machen kann. Ohne WM wäre man hier wahrscheinlich noch vorsichtiger gewesen. Ob das klappt steht in den Sternen, man probiert es aber zumindest.

Die Raiders konnten erstmals das Double holen und während man meinen sollte, dass damit Innsbruck in einer kollektiven Hochstimmung schwebt, trennen sich die Raiders von ihrem langjährigen Manager Daniel Dieplinger. Die Presseaussendung dazu ist entgegen dem sonst sehr wortreichen Stil besonders knapp. Das hätte man sich als Außenstehender anders vorgestellt.

Die Raiders sind aber nicht das einzige Team mit organisatorischen Veränderungen. Die Graz Giants haben anscheinend mit Christoph Schreiner einen neuen Manager. Erfahren kann man das aber derzeit nur über die Buschtrommeln von Football-Austria. Die Webseite der Giants wurde rechtzeitig zum 30. Geburtstag offline genommen.

Die Vikings haben ihr Office um gleich zwei Personen verstärkt, die dabei helfen sollen den Anschluss an die Raiders nicht zu verlieren. Damit geht ebenfalls eine von außen aber weniger sichtbare Ära zu Ende. Felix Hoppel konzentriert sich auf sein Geschäft und wird nicht mehr als General Manager der Vikings arbeiten.

Damit haben wir bei 3 Teams relativ starke Veränderungen, bei denen es interessant wird, wie die Teams damit umgehen und ob man eingetretene Pfade verlässt oder alles weiterläuft wie bisher. Bei den Raiders wird es für einen Nachfolger besonders schwer. Im Jahr nach einem Double ist die Luft für eine Steigerung sehr dünn. Bei den Giants wird Christoph Schreiner sicher einige Verbesserungen bringen die Frage wird aber sein, ob er auch genügend Unterstützung erhält, damit die seit Jahren etwas anämische Gesamtorganisation der Giants auch hier aufholt. In Graz war der Sport aber immer das zentrale Element und das Rundherum weniger wichtig. Am wenigsten wird man bei den Vikings merken, da dort mit Karl Wurm alle Fäden klar in einer Hand liegen. Der Job liegt eher in der Abarbeitung von Ideen und weniger im Schaffen nicht vorhandener Strukturen.

Zwei Dinge wünsche ich mir jedenfalls für 2012:

1. Dass die WM-Welle doch irgendwie überschwappt (auch wenn ich da nur verhalten optimistisch bin)

2. Dass die Rangers als AFL Newcommer entgegen allen Vorzeichen eine herzeigbare Saison spielen und nicht dem Beispiel aus Salzburg oder St. Pölten folgen

 

 

raiders.tv goes Red Bull

Neben dem Finaleinzug der Raiders gibt es diese Woche noch einen ganz wesentlichen Schritt in der Footballszene. Raiders TV wird erstmals auch auf Red Bull gezeigt. Das kann in Zukunft vieles ändern.

Wie die meisten Beobachter der Szene wissen gibt es 2 grundsätzlich verschiedene Ansätze zum Thema Streaming.

  1. Free Stream
  2. Pay per View

Free

Der freie Stream ist bisher die einzige Form des live IP-TV(Fernsehen über das Internet), das man im österreichischen Football antreffen konnte*. Raiders TV geht mittlerweile in das 3. Jahr und bietet dabei technisch und inhaltlich eine sehr professionelle Leistung. Man steigert sich jedes Jahr und befindet sich auf Augenhöhe mit professionellen Broadcastern, die vielleicht mehr Mittel, aber zumeist weniger Ahnung von der Materie haben.

Die Raiders sehen in dem Stream ein PR-Mittel, das ihnen erlaubt sich auf einer internationalen Bühne darzustellen. Die Pressearbeit muss ja insgesamt als führend im österreichischen Football bezeichnet werden. Sebastian Stolz beglückt 10 Minuten nach Spielschluss egal welcher Unit den Presseverteiler mit vernünftigen Aussendungen, die immer auch Bilder enthalten.

Das Stadion ist regelmäßig sehr gut besucht, wie bei anderen Vereinen, sind Fortschritte in der Zuschauerzahl aber nicht mehr einfach mit dem freien Auge zu erkennen. Karten werden dabei regelmäßig zu Promotions im großen Stil gratis verteilt. Das ist weder schändlich noch ein schlechter Ansatz. Einerseits beweist man, dass man damit das möglicherweise größte Budget der Liga aufstellen kann, andererseits erhalten andere Vereine (Hot Volleys) sogar Preise für ein derartiges Vorgehen (Gratis-Einladung von Schulklassen).

Produziert wird der Stream von Alban Egger und Michael Trawöger, die hoffen aus Raiders TV ein Produkt zu machen, dass ihnen irgendwann ihre Vorinvestitionen wieder hereinspielt. Beide sind wahre Footballfans und investieren heute noch eigenes Geld/eigene Zeit (offiziell wird das nicht kommentiert).

Bis heuer wollten sie raiders.tv nur über die eigene Schiene vermarkten. Seit diesem Jahr gab es aber bereits eine Kooperation mit Football-Austria und jetzt auch zusätzlich noch mit Red Bull. Der letzte Schritt könnte das freie Streaming den entscheidenden Schritt weiterbringen. Natürlich wollen die Firmen Eggermedia & Connexion irgendwann Geld herausbekommen und nicht mehr hineinstecken.

Der einzige Weg zu Einnahmenn in einem freien Modell ist der Verkauf von Werbung im Stream**. Die breite Basis von Red Bull könnte hier einen Durchbruch bedeuten. Gelingt es über diese Quelle die Produktionskosten abzudecken, dann funktioniert das Free-Modell und wird sich auch auf andere Veriene umlegen lassen.

Führt die Verbreitung über Red Bull allerdings nicht zu nachhaltigem Werbungsverkauf, dann ist das Free-Modell in AFL-Breite nur machbar, wenn die Vereine die Rechnung selbst bezahlen.

Die derzeitige Rechnung der Zuschauerzahlen in den Streams ist etwas unüblich, da beispielsweise davon ausgegangen wird, das jeder Stream zu Zweit angesehen wird und damit alle Zahlen automatisch verdoppelt werden. Ob das für die potentiellen Werber nachvollziehbar ist, wird die Zukunft weisen.

Pay

Die Pay per View Fraktion findet sich im Kern bei den Raiffeisen Vikings, die sich nicht als Medienunternehmen verstehen. Die Produktion eigener Streams würde nur dann Unterstützung finden, wenn man es schafft, dass diese zumindest kostendeckend sind. Das hat man bisher nicht geschafft und daher gibt es auch bis heute keinen eigenen Stream.

Die Vikings- PR Arbeit ist positiv gesehen hocheffizient. Es wird getan, was für die Werbewertanalyse etwas bringt. Der Rest wird eher knapp gehalten. Zwar gibt es auch hier neue Gesichter, aber so rund, wie bei den Raiders läuft das noch nicht. Unter dem Strich ist man eher nicht experimentierfreudig und macht das, was anscheinend gut läuft.

Ein Live-Stream ist hier kein PR-Instrument, auf das man gewartet hat. Bei niedrig angesetzten Kosten von rund 3-4.000.- EUR pro Heimspiel bräuchte man zusätzlich rund 20.000.- EUR, die man eher in Inserate, Plakate und Radiospots investieren würde. Ein entsprechender Posten befindet sich in jedem Budget der letzten Jahre und wurde noch jedes Jahr aus Geldmangel wieder gestrichen.

Zusätzlich zu den Produktionskosten glauben die Vikings, dass einige Zuschauer – insbesondere bei Schlechtwetter – nicht ins Stadion kommen, sondern lieber zuhause bleiben. Damit steigen die Kosten des Streams um ein weiteres Stück von rund 500.- EUR.

Bisher geht man also von Kosten iHv rund 22.500.- EUR aus, die man in Ermangelung erzielbarer Werbeeinnahmen aus anderen Quellen aufstellen müsste. Hier denkt man, dass man eher den interessierten Zuseher zur Kasse bitten müsste, für den man die ganze Chose auch produziert.

Die Vikings benötigen den Kartenverkauf, um ihr größtes Projekt – die Ravelinstraße – zu finanzieren. Hier gibt es praktisch keinen Spielraum. Daher gibt es auch keine Streamerlaubnis auf der Hohen Warte.

Conclusion

Now or Never! Wenn Red Bull die Vermarktung der Streams so verbessert, dass es zumindest die laufenden Kosten einspielen, dann werden die anderen Teams bald nachziehen wollen. Und dann können sie sich das auch leisten. Es wäre dann sogar denkbar und wünschenswert, dass Connexion und Eggermedia die ganze Liga abdecken. So lassen sich Synergien mit allen Teams erzielen. Der AFBÖ könnte sich glücklich schätzen, mit den beiden zusammenzuarbeiten.

Ist nach 2-3 Streams via Red Bull aber Anfang nächstes Jahr noch immer nur Filznickel als Sponsor vorhanden, dann kann man die Vermarktung über Werbeeinnahmen getrost hinten anreihen. Dann kann man sich überlegen ob man das Pay per View-Modell zumindest ausprobiert, oder Live-Streaming eine Freak-Beschäftigung bleiben wird.

 

 

*Stimmt nicht ganz, auch die Dragons haben das versucht, damit aber – möglicherweise aufgrund technischer Probleme – umgehend wieder aufgehört.

Football Austria streamt immer wieder von einer Webcam, was aber technisch deutlich unter Raiders TV bleibt (aber auch nicht mehr sein will).

** Und natürlich das Sponsoring durch den Verein selbst.

Einmal Laden und zurück

Eigentlich sollte es hier nie politisch werden und ausschließlich der Sport im Mittelpunkt stehen. Durch die kürzlich ausgebrochene Euphorie rund um den Abgang der geistigen Nummer 1 des weltweiten Terrorismus, sehen sich auch angesehene amerikanische Sportreporter zu Kommentaren befähigt, die sie lieber lassen sollten. Diesen Umstand finde ich so ärgerlich, dass ich diese Zeilen schreibe.

Sport ist nicht das Leben und es gibt nicht automatisch einen Gewinner und einen Verlierer. Der Sport simplifiziert das ganze sehr und wer glaubt die Welt in diesem Stil verstehen und kommentieren zu können, der irrt.

Als kleine Starthilfe im Bereich des Weltverständnisses empfehle ich folgendes Video:

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PS.: Ich hege keine Sympathie für Terroristen. Der 11. September war ein Angriff nicht nur auf die USA, sondern auf die westliche Gesellschaft insgesamt. Ich persönlich glaube aber auch, dass Gewalt eine der schlechtesten Antworten auf dieses Problem ist. Die Tötung tausender womöglich vollkommen unbeteiligter Menschen, die durch den Westen in den betroffenen Ländern seither passiert sind, verlangen früher oder später nach einem Ventil. Der saubere Krieg ist eine Erfindung von Technokraten, die uns noch lange nachhängen wird.

Bin Laden soll und darf man keine Träne nachweinen. Da hat es sicher nicht den Falschen erwischt. Ob die Verbrecher auf unserer Seite – Stichwort: Weapons of Mass Destruction – je auch nur einen kleinen Klaps auf ihre Finger bekommen, steht in den Sternen. Harte Schweine sind wir eben immer lieber bei den anderen….

EFAF Splitter

Nach den letzten Ereignissen ist die Lektüre der EFAF Statuten dann doch manchmal überraschend:

1. The objects of EFAF shall be:

d) to concile the various points of view of its member associations concerning problems of football, to agree on a common policy, and to resolve any disputes which may arise between member associations;

Das funktioniert ja prächtig…

EFAF General Assembly Teil II

Nachdem es – wie bereits zuvor geschrieben – zu einigen Wellen rund um die EFAF Generalversammlung gekommen ist, kann man mittlerweile auch über kleinere Nachbeben berichten. Es gibt bereits einen neuen Artikel in der Süddeutschen Zeitung und man sollte auch einmal den anderen handelnden Personen bzw. Organisationen einen Moment Rampenlicht gönnen. Wenn der europäische Football schon die Kosten tragen muss, dann ist es nur fair, wenn man auch etwas mitbekommt.

Die Süddeutsche Zeitung titelt Erst einmal Regeln (Nach dem ersten Artikel Mit offenem Visier). Eigentlich sollte man sich über Berichterstattung ja freuen, bei genauerer Lektüre muss man aber feststellen, dass beide Artikel Themen nur anreißen, diese dann aber entweder nicht auf den Punkt bringen oder schlicht falsch sind.

Ein wesentlicher Punkt ist natürlich, dass Robert Huber von der EFAF keine 48.000.- EUR pro Jahr bekommt. Diese erhält er (so er sie erhält, da haben wir keinen Einblick) möglicherweise vom AFVD. Wie genau die enge Verflechtung mit der EFAF das erst ermöglichen soll, lässt man im Artikel sicherheitshalber unklar. Bei der tiefen Begeisterung deutscher Teams für europäische Bewerbe ist eine derartige Verflechtung zusätzlich schwierig. Was sollte er da bei der EFAF genau abrechnen? Etwa einen Wenig-Teilnahme-Bonus?

Es gibt genügend Dinge, die man Huber und dem Board durchaus vorwerfen kann. Neben der Austrittsprobleme Hollands, darf man sicher hinterfragen, ob die Verwendung von Disziplinarkomissionen und ähnlichen Mätzchen als Disziplinierungsversuche wirklich notwendig sind. Gerade diese Vorgänge gießen Öl ins Feuer und geben den Gegnern Munition in die Hand. Eigentlich unnötig. Hätte man diese Versuche mit einem müden Lächeln quittiert und einer demokratischen Prüfung unterzogen, dann hätten sie sich wahrscheinlich bereits in Luft aufgelöst.

Zusätzlich muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die Statuten tatsächlich schlecht sind.

Es wäre schön gewesen, hätte das Board diesen Umstand rechtzeitig erkannt. Leider ist es im Umfeld von Robert Huber gar nicht so leicht zu den gerade gültigen Statuten zu kommen. Sind diese – wie zB beim AFBÖ – für jedermann downloadbar, dann geben die Mitglieder auch hin und wieder Feedback für notwendige Änderungen (schlußendlich wollen ja alle etwas für Football machen). Wird diese aber – wie bei der EFAF – versteckt, dann herrscht immer ein etwas unklares Bild, das wiederum zu Verschwörungstheorien usw. führt.

Verbände und ihre Statuten leben. Wie in allen anderen Verbänden auch, entwickelt sich die Praxis aber mit der Erlassung neuer Statuten kontinuierlich von diesen weg. Irgendwann wird die Differenz so groß, dass es zu Problemen kommt, womit normalerweise auch eine Neufassung notwendig wird. Diesen Zyklus hat man in der EFAF nicht gut genug beachtet und jetzt eine veritable Pattsituation, bei der man keine Sitzung mehr anfangen kann, da man nicht einmal bis zur Tagesordnung kommt.

Diese Pattsituation muss jetzt gelöst werden, damit überhaupt wieder eine Generalversammlung ins Laufen gebracht werden kann. Dazu ist eine einstimmige Lösung der Agenda, Stimmverhältnisse usw. Grundvoraussetzung.

Die Verfasserin des Artikels – Frau Anja Perkuhn – hat aber e-mail-Kontakt mit einer weiteren schillernden Persönlichkeit: Ulrich Kramer. Im Gegensatz zu dem Artikel in der Süddeutschen Zeitung, in dem er als Meister Proper gegen den Filz kämpft, ist er in Budapest vollkommen profillos geblieben. Weder heroische Ansagen noch kämpferisches Gehabe. Wenn Robert Huber Gedächtnissprotokolle zu den bisherigen Aktionen von Kramer bei deutschen Teams versendet, ist das zwar genau das was seine Gegner an ihm nicht leiden können, von vornherein falsch – wie zwischen den Zeilen in der Süddeutschen angedeutet – sind diese Vorwürfe aber auch nicht. Da passt es ausgezeichnet ins Bild, dass Frau Perkuhn sich nach erscheinen des zweiten Artikels bei Hr. Kramer persönlich dafür entschuldigt, dass der Artikel nicht prominenter platziert wurde. Ein Schelm, wer da Böses vermutet…

Über Ulrich Kramer findet man nicht sehr viel “objektives” Material im Internet. Das grundsätzlich auch immer wieder Huber kritische footballforum.de – das aber angeblich einen personellen AFVD Hintergund hat – lässt kein gutes Haar an ihm. Daher bleibt einem fast nichts über, als sein Lieblingsprojekt anzusehen, dessen Webauftritt er wohl mitverantwortet: die XFLA.

Es ist eine Indoor Liga, die eine Professionalisierung von Football erreichen will. Das ist grundsätzlich kein schlechter Plan, etwas mehr Professionalität würde wirklich nicht schaden.

Ob diese Liga dazu einen Beitrag leisten kann, möge jeder selbst entscheiden. Für alle, die nicht soviel Zeit haben, gibt es hier – so unfair es an sich ist Dinge aus dem Zusammenhang zu reißen – einen Auszug aus einem Artikel zur Gründung der Pharaos London:

“Nach Malmö und Mailand ignoriert jetzt ein weiterer Teamname Deutschland und gewichtet diesmal Grossbritannien: Pharaohs London. Mehr und mehr wird deutlich, dass diese Idee einer Liga mehr mit Finanzen, als mit Sport zu schaffen hat. Ja, es geht um Events, um Unterhaltung – American Football scheint immer mehr nur das sportliche Vehikel zu sein. Austauschbar sind die Standorte geworden. Ist das Rätselraten vielleicht Absicht?

Sicher ist: Malmö und Schweden steht für soziales Engagement. Hamburg für Medien. Düsseldorf und Mailand für Mode. London für Finanzen. Überall riecht es nach Geld, aber nicht nach Schweiss und Sport. Wo werden die anderen beiden Team-Standorte etabliert? Wohl weniger in Braunschweig und Kiel, sondern wohl eher in Luxembourg und Madrid – oder ganz woanders? Wieso kann es sich die Projektgesellschaft leisten, die so genannten etablierten Vereins- und Sport-Strukturen einfach zu ignorieren? Warum wurde der Projektentwickler herausgekauft, warum existieren die SpinOffs auch ohne die Liga und weshalb gibt es keine PR-Politik der neuen Eigentümer? Wir werden diese Fragen beantworten. Wenn wir es wollen. Wann wir es wollen.” Quelle XFLA

Alles klar?

 

 

EFAF General Assembly

Dieses Wochenende findet die Generalversammlung der EFAF in Budapest statt. Diese Versammlung bringt die Delegierten aller Verbände Europas an einen Tisch. Normalerweise sind die Meetings eher unaufgeregt und trotz ihrer großen Bedeutung für alle internationalen Belange schaffen sie es normalerweise nicht größtes Interesse anzuziehen. Heuer ist das anders. Um den EFAF Präsident Robert Huber ist eine veritable Schlammschlacht ausgebrochen. Die Vorgänge vor Ort sind eine inhaltliche Bankrotterklärung für die europäische Zusammenarbeit. Persönliche Befindlichkeiten in Kombination mit einem übereifrigen Juristen ergeben ein Wochenende vollkommen verschwendeter Zeit für alle Beteiligten.

Im Rahmen der letzten General Assembly der EFAF ist es zu einem Ausschluss der Holländischen Federation gekommen. Das EFAF Gremium, das diesen beschlossen hat (das Board), war dazu nach den Statuten nicht berechtigt. Ausschlüsse sind Sache der Generalversammlung. Allerdings lag dem Board ein Schreiben vor, in dem jemand schriftlich die Holländische Mitgliedschaft kündigte. Nachdem Holland dieses zu diesem Zeitpunkt angeblich mehrfach angedroht hatte, wurde das Schriftstück nicht mit anderen Schriftstücken der Holländer verglichen. Es konnte aber bis heute nicht geklärt werden, wer diesen Austritt (in den Statuten auch nicht vorgesehen) versendet hat. Dieser Umstand wurde auch nicht zur Anzeige gebracht.

Pikanterweise wollte man von holländischer Seite einen Gegenkandidaten zu Huber aufstellen, der dann nicht teilnehmen konnte. Gegner von Hr. Huber vermuten daher sogar in besonders kreativen Stunden, dass der geheimnisvolle Brief vom Präsidenten der EFAF selbst stammt. Diese Vermutung sagt wahrscheinlich mehr über das Mindset der Leute, die das vermuten, als über Robert Huber, der diesen Brief mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geschrieben hat.

Seit dieser Vorgänge rumort es hinter den Kulissen der EFAF. Die Verbände von Dänemark, Schweden,  Norwegen und Polen machen sich seither dafür stark Robert Huber zu Fall zu bringen.

Grundsätzlich ist das ja ein demokratischer Vorgang und es ist normal, dass man sich irgendwann von der jeweiligen Führung und ihren Mitgliedern entfremdet und diese nicht mehr haben möchte. Das ist nicht nur kein Charakterfehler, sondern ein vollkommen legitimer demokratischer Vorgang.

Aber genau zu diesem Zeitpunkt beginnen beide Seiten ohne Rücksicht auf Verluste zu agieren. Die Feststellung, wer angefangen hat, ist aus Sicht des Footballs wenig erleuchtend. Der Punkt ist, dass ab diesem Zeitpunkt die Zeit und das Geld, das für Football aufgewendet werden sollte, in anderen Kanälen versickert.

Die Gegner beginnen Anträge um 23:59 des Stichtags zu senden, man zitiert Leute vor Phantasie-Komissionen, man richtet sich über die Medien gegenseitig aus, wie wenig man von einander hält, zieht rund viermal vor Gericht, erwirkt einstweilige Verfügungen, beschäftigt Medienrechtler usw. usw. Das Ende ist dabei noch lange nicht in Sicht.

Wie weit man von inhaltlichen Dingen entfernt ist, zeigt dabei die Tatsache, dass der erste große Streit zur Agenda entflammte. Das Board hatte vorgeschlagen zuerst darüber abzustimmen, ob die Holländer jedenfalls wieder EFAF-Mitglied sind. Damit wäre die Ungewissheit über deren Status sofort gelöst worden.

Es geht zu diesem Zeitpunkt aber schon lange nicht mehr um Holland, um gefälschte Briefe oder gelebte Demokratie. Weil der Holländische Verband EFAF-Board freundlich ist, ist deren Wiedereinsetzung als Mitglied der erste Stein des Anstoßes für die Anti-Huber Gruppe.

Der anwesende deutschen Anwalt bekämpft das mit allen Mitteln. Dieser behauptet laufend, dass das Board nicht berechtigt sei bestimmte Dinge vorzugeben, gesteht sich diese Freiheit für die eigenen Anträge aber jederzeit gerne selbst zu. Die laufenden Drohungen alles vor Gericht zu bekämpfen, lähmt dabei die Sitzung so, dass diese eigentlich nie richtig anfängt.

Man muss kein Genie sein um zu erkennen, dass Verbände, die sich zunächst daran erregen, dass ein armer holländischer Verband ausgeschlossen wurde, sich aber umgehend gegen dessen sofortige Rückkehr aussprechen, weil die Holländer zu EFAF freundlich agieren, jede Glaubwürdigkeit verlieren. Es geht nicht um die Sache, sondern nur mehr um tatsächliche oder eingebildete persönliche Verletzungen.

Die Kontrahenten nehmen die ganze Sache mittlerweile sehr persönlich. Aufgrund der Ereignisse ist das auch zu verstehen. Robert Huber kann eine halbe Seite in der Süddeutschen Zeitung, in der ihm allerlei Grauslichkeiten vorgeworfen werden als Berufspolitiker nicht gebrauchen. Man greift hier seine berufliche Basis an, darauf muss er reagieren. Andererseits veranstaltet er auch alle Mätzchen um sein gegenüber in die Ecke zu drängen. Auch nicht die feine englische Art.

Diese persönlichen Verletzungen sind substanziell und für die betroffenen Personen auch subjektiv wichtig. Für Football in Europa sind diese aber unnötiger Ballast. Sie vergiften das Klima und lähmen jede Weiterentwicklung. Daher ist es wichtig, dass für den Sport ganz pragmatisch und kontinuierlich gearbeitet wird. Persönliche Dinge sollten von den idealen Delegierten am besten an der Garderobe abgegeben werden.

Es ist eine Schande, dass 22 Verbände aus ganz Europa anreisen und dass die von Footballspielern & Vereinen finanzierten Verbände ihr sauer verdientes Geld für Anwälte ausgeben um letztlich überhaupt nichts zustande zu bringen.

PS: Ein Ergebnis gab es dann doch noch. Der Misstrauensantrag wurde zurückgezogen. Bis Oktober soll eine Gruppe gebildet werden, die eine Novellierung der Statuten vorbereitet, die einstimmig beschlossen werden kann, damit die Pattsituation irgendwann überwunden werden kann.

PPS: Für den Österreichischen Football ist der Streit damit bis nach der WM vertagt und wir  haben auch noch eine EFAF und keine Spaltung. Das hätte auch schlechter laufen können.